EhrenamtswocheNews

Vielseitigkeit des ehrenamtlichen Engagements wird vorgestellt: „Ist doch Ehrensache! Wie Menschen sich für Ahaus engagieren“

Vom 11. bis zum 20. September läuft in Ahaus die Woche des bürgerschaftlichen Engagements. Um die große Vielfalt des ehrenamtlichen Engagements in Ahaus und Ortsteile sichtbar zu machen, möchten die Freiwilligen-Agentur „handfest“ und die Stadt Ahaus einige ehrenamtlich Tätige unserer Stadt vorstellen. Sie stehen stellvertretend für die große Bandbreite des Engagements in Ahaus.

Der Titel „Ist doch Ehrensache! Wie Menschen sich für Ahaus engagieren!“ steht dabei für alle gemeinnützigen Aktivitäten, sei es in traditionellen Vereinen, Organisationen und Kirchen, sei es in Bürgerinitiativen, neuen Netzwerken und einzelnen Projekten. „Es ist wirklich beeindruckend zu sehen, wie tagtäglich Ehrenamt in Ahaus stattfindet. Sei es im Kleinen oder im Großen: ehrenamtliches Engagement ist in diesen Zeiten wichtiger denn je und ich danke allen aus ganzem Herzen für Ihre Arbeit. Die Portraits sind eine schöne Gelegenheit, die Vielseitigkeit des Ehrenamtes darzustellen“, so Bürgermeisterin Karola Voß.

Ab dem 11. September werden die Portraits der Ahauser Ehrenamtlichen auf der Website der Stadt Ahaus, Website von „handfest“ und in den Sozialen Medien veröffentlicht. Mehr Informationen dazu unter www.stadt-ahaus.de


„Ist doch Ehrensache! Wie Menschen sich für Ahaus engagieren“:
Helfer mit Herz – Klaus Köhn hilft bei der Ahauser Tafel

Ahaus.
Klaus Köhn ist seit sieben Jahren bei der Ahauser Tafel ehrenamtlich aktiv, hauptsächlich als Fahrer, aber auch da, wo einfach Hilfe benötigt wird. „Da ich beruflich aus der Lebensmittelbranche komme, hat es mich früher immer schon gestört, dass so viele haltbare Nahrungsmittel weggeworfen werden. Als ich dann in Rente ging, war für mich sofort klar, dass ich bei der Tafel helfen möchte, Lebensmittel zu retten, um diese bedürftigen Menschen zukommen zu lassen“, sagt er.

Geschäfte anfahren, in Kontakt sein, zu schauen, welche Waren mitgenommen werden – all das macht ihm viel Freude. Er sieht sich als ein „Zahnrad“ von insgesamt 90 „Zahnrädern“ (Ehrenamtlichen bei der Tafel), die im Zusammenspiel dafür Sorge tragen, dass bis zu 420 Menschen an zwei Ausgabetagen von der Tafel profitieren.

„Ganz besondere Erlebnisse gab es, als ich während des Corona-Lockdown das ein oder andere Mal einigen hilfsbedürftigen Kunden, die Ware nach Hause bringen konnte. Die mir entgegengebrachte Dankbarkeit hat mich tief berührt“. Auch die Pfarrcaritasaktionen in Wessum und Wüllen freuen ihn immer sehr, dort werden haltbare Lebensmittel gesammelt. Ganz besonders gern fährt er die Lebensmittel, die die Firmlinge aus Alstätte, bei Wind und Wetter einen Tag vor Weihnachten sammeln, zur Tafel. „Da geht einem das Herz auf“, so Klaus Köhn.

Für ihn steht fest: So lange er selber fit ist, wird er weiterhin seine Zeit der Ahauser Tafel und damit einigen bedürftigen Menschen in Ahaus und Umgebung ehrenamtlich zur Verfügung stellen. Wer sich selbst bei der Ahauser Tafel engagieren möchte, kann den Sozialdienst katholischer Frauen kontaktieren Tel. 02561-95230.

 

„Ist doch Ehrensache! Wie Menschen sich für Ahaus engagieren“
Starke Töne für die Jugend – Hergen Niewerth engagiert sich seit zehn Jahren beim Musikverein Wessum Ahaus.

Hergen Niewerth ist seit 2010 in der Jugendarbeit des Musikvereins Wessum e.V. tätig. Der 27-jährige war Beisitzer im Vorstand und übernahm dann den Posten des Jugendbeauftragten. „In einem großen Team von motivierten Jugendlichen und jungen Erwachsenen, dem Jugendteam des Musikverein Wessum, organisieren wir gemeinsam in Teamarbeit die Jugendarbeit unseres Vereins“, erklärt Hergen Niewerth. Zur Jugendarbeit gehören: die Organisation der Ausbildung (Kontakt mit Lehrkräften, Eltern, Schüler*innen, musikalisch Interessierten), Organisation von Tagen der Offenen Tür, Planung und Durchführung von Angeboten für die Schüler*innen in unserem Verein (Tagesausflüge, Winterfeiern, Teambuilding), Begleitung der Jugend- und Aufbauorchester in ihrer Arbeit. „Mit dem Eintritt in das große Orchester gibt es bei uns die Möglichkeit, im Jugendteam mitzuarbeiten. Das Jugendteam besteht bei uns aus Jugendlichen und jungen Erwachsenen, die gerne das Vereinsleben mitgestalten und die Jugendbeauftragten im Vorstand unterstützen. Für mich war damals sofort klar, dass ich in der Gruppe mitarbeiten möchte, um die Jugendarbeit zu unterstützen. Wir bieten hier den Kindern und Jugendlichen die Möglichkeit, ein tolles Hobby zu erlernen, sich musikalisch auszuleben und zu entwickeln. Außerdem gefällt mir daran, dass wir die Gemeinschaft im Musikverein stärken.“

Zu den Aktivitäten, die Hergen Niewerth unterstützt, gehört auch der Besuch von Grundschulklassen im Musikhaus. Dort lernen die Kinder die Instrumente und auch einige Lehrkräfte und Musiker*innen des Musikvereins kennen. In einer großen Vorstellrunde werden zuerst alle Instrumente vorgestellt, bevor die Kinder die Möglichkeit haben, selbst die Instrumente auszuprobieren. Manchmal funktioniert die Tonerzeugung dann nicht beim ersten Versuch. Dabei macht es Hergen Niewerth besondere Freude, die Kinder dabei zu beobachten wie sie motiviert und voller Elan weiter versuchen einen Ton aus dem Instrument herauszubekommen. Funktioniert es dann am Ende, sind die Kinder immer voller Stolz, präsentieren den Erfolg gerne ihren Lehrkräften und strahlen übers ganze Gesicht. Ein solcher Vormittag hat viele dieser Momente und macht jedes Mal wieder Spaß, auch wenn die Ohren danach eine Pause brauchen.

„Ist doch Ehrensache! Wie Menschen sich für Ahaus engagieren“
Himmlisches Ehrenamt – Werner Große Lembeck ist Nikolaushelfer

Ahaus.
Werner Große Lembeck sorgt für leuchtende Augen und lächelnde Gesichter – seit 30 Jahren ist er ehrenamtlich bei der Nikolausgesellschaft Ahaus e.V. aktiv. Viele Jahre war er dort Nikolaushelfer und ist seit einigen Jahren 1. Vorstandsvorsitzender des Vereins.

Die ehrenamtliche Arbeit dort ist für den 63-jährigen eine echte Selbstverständlichkeit: „Als unsere Kinder klein waren, haben wir uns immer über die Nikolaustradition gefreut und die Ehrenamtlichkeit der Nikolaushelfer genutzt. Als die Kinder groß waren, habe ich mich dann dazu entschieden, die Tradition weiter aktiv zu unterstützen. Es ist jedes Mal ein schönes Erlebnis, wenn ich am Nikolaustag in die freudigen Gesichter der Kinder und auch der Erwachsenen sehe.“

„Ist doch Ehrensache! Wie Menschen sich für Ahaus engagieren“
Spaß und Lebensfreude erleben – Manuela Maas ist beim „Treff der Behinderten und Freunde“ aktiv

Ahaus.
Seit 15 Jahren ist Manuela Maas beim „Treff der Behinderten und Freunde“ in Alstätte ehrenamtlich aktiv. „Es macht einfach Spaß und bringt doppelt Lebensfreude – sowohl für die Menschen mit Behinderung als auch für mich“, erklärt die 54-jährige ihr langjähriges Engagement.

Sie gehört zu einer Gruppe von 15 Betreuerinnen und Betreuern, die samstags jeweils zu dritt für zweieinhalb Stunden die Betreuung von Menschen mit Behinderung übernehmen. Dann stehen oft ganz besondere Aktivitäten auf dem Programm: Eis essen, Kegeln oder Bowling oder auch mal ein Besuch im Kino. Die Samstage werden für das ganze Jahr verplant, so weiß jeder, wann er „Dienst“ hat. Doch von „Dienst“ im klassischen Sinne kann hier keine Rede sein, denn die gemeinsamen Stunden bringen sowohl für die Menschen mit Behinderung als auch für ihre Betreuerinnen und Betreuer eine Menge Spaß und zahlreiche schöne Erlebnisse.

Ein besonderes Highlight ist immer der Besuch des Nikolauses. „Wenn der Nikolaus dann kommt, jede und jeden einzeln mit dem Namen aufruft und einige persönliche Sätze spricht, dann strahlen alle Augen. Es ist einfach herrlich mitanzusehen und bringt uns allen so viel“, so Manuela Maas.

„Ist doch Ehrensache! Wie Menschen sich für Ahaus engagieren“
„For Pleasure“ – Michaela Völker ist Vorsitzende des Alstätter Chores

Ahaus.
Michaela Völker ist seit über 25 Jahren ehrenamtlich engagiert, seit Januar 2020 als 1. Vorsitzendes des Chores „For Pleasure“. Gemeinsames Singen bei den Proben, Auftritte erleben oder auch einfach mal nur zusammen Spaß zu haben: Die ehrenamtliche Arbeit im Chor ist für Michaela Völker eine schöne Freizeitbeschäftigung. „Außerdem plane und organisiere ich gerne, so dass die Vorstandsarbeit ganz gut zu mir passt.“

„For Pleasure“ bedeutet zur Freude. Diese Freude, die der Alstätter Chor beim Singen empfindet, teilt er gerne. Ungefähr 35 aktive Sängerinnen aus Alstätte und der näheren Umgebung singen unter der Leitung von Marion Röber.

Besonders gern erinnert sich Michaela Völker an den Auftritt des Chores bei „Musik, die nie verklingt“ in der Stadthalle im Jahr 2018. „Vor dem Auftritt, der dann super geklappt hat, waren wir alle sehr aufgeregt. Das Gefühl, gemeinsam etwas Tolles geschafft zu haben und die Zuhörerinnen und Zuhörer so begeistern zu können, ist einfach schön“, so die 44-jährige.

„Ist doch Ehrensache! Wie Menschen sich für Ahaus engagieren“
Ehrenamtliche Helferin beim DRK – Margret Altenhövel unterstützt beim Blutspenden

Ahaus.
Blutspende lebt von persönlichem Kontakt, von Vertrauen und von zahlreichen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern. Margret Altenhövel, die seit über 50 Jahren ehrenamtlich aktiv ist, ist eine von diesen Helferinnen.

Beim DRK Ortsverband Ahaus übernimmt sie bei den Blutspendeterminen die Anmeldung der Spenderinnen und Spender oder unterstützt (in Nicht-Corona-Zeiten) beim Service nach der Blutspende. Ehrenamt ist für 68-jährige etwas ganz Selbstverständliches und hat in ihrem Leben eine große Bedeutung. So ist Margret Altenhövel auch in der rechtlichen Betreuung ihres geistig behinderten Sohnes und teilweise im Eltern- und Freundeskreis der Menschen mit Behinderung aktiv.

Besonders viel Freude macht es ihr, wenn sie sieht, wie viele Menschen sich auf den Weg zur Blutspende machen. „Auch in der Coronakrise gibt es bei uns eine große Bereitschaft, Blut zu spenden und somit zur Genesung anderer beizutragen. Besonders schön ist es für uns, wenn wir von den Spenderinnen und Spendern bereits bei der Anmeldung freundlich und gut gelaunt begrüßt werden. So macht Engagement einfach Spaß!“

„Ist doch Ehrensache! Wie Menschen sich für Ahaus engagieren“
Demokratie lebt von Engagement – Hartmut Liebermann ist seit 1977 ehrenamtlich aktiv


Ahaus.
“Wir schaffen das!“ – diesen Aufruf der Bundeskanzlerin von 2015 nimmt Hartmut Liebermann wörtlich. „Eine demokratische Gesellschaft und das Zusammenleben in ihr funktioniert nur, wenn sich Menschen selbst dafür engagieren“, sagt Hartmut Liebermann.
Seit 1977 ist der 71-jährige in Ahaus ehrenamtlich aktiv und engagiert sich in der Bürgerinitiative „Kein Atommüll in Ahaus“ und seit 2015 im Forum Ehrenamtlicher Flüchtlingshilfe Ahaus (FEFA).

Über viele Jahre war er Pressesprecher der Bürgerinitiative, Mitorganisator ungezählter Informations-, Diskussions- und Protestveranstaltungen seit vier Jahrzehnten, nahm an regionalen und überregionalen, bisweilen auch internationalen Konferenzen und Gesprächsforen zum Thema Atomenergie teil. „Ich halte die Nutzung der Atomenergie zur Energieerzeugung für zu riskant und insbesondere die sichere Beseitigung des auf Jahrtausende strahlenden Atommülls ist für mich ein ungelöstes Problem“, so Liebermann, „deswegen droht das angebliche „Zwischenlager“ in Ahaus auch in Wahrheit zu einem Endloslager zu werden.“ Besonders erfreulich sei es für ihn, dass es der Bürgerinitiative gelungen sei, den Widerstand über Jahrzehnte aufrecht zu erhalten und damit zum Ausstieg aus der Atomenergienutzung beigetragen zu haben, dass es gelungen sei, die Menge der Atommülls, der nach Ahaus kommen sollte, immerhin deutlich zu begrenzen und dass nach jahrzehntelangen vergeblichen Anstrengungen seitens der BI der Rat der Stadt Ahaus endlich eine Kehrtwende gemacht habe und gegen weitere Atommüll-Transporte zu klagen beschlossen habe.

Im Bereich der Flüchtlingshilfe gehören Organisation regelmäßiger Treffen, Koordination von Hilfsmaßnahmen, Sprachunterricht für Geflüchtete und die Beratung und Betreuung einzelner geflüchteter Personen zu seinen Aufgaben. Eine ganz besondere Erinnerung hat Hartmut Liebermann hier an eine Nachricht über ein junges Mädchen, das vor einigen Jahren aus Afghanistan floh, hier in Ahaus am Alexander-Hegius-Gymnasium das Abitur gemacht hat und im kommenden Semester ihr Studium antritt.

 

„Ist doch Ehrensache! Wie Menschen sich für Ahaus engagieren“
Zusammenhalt und Gemeinschaft erleben – Pfadfinder Jan van Dyk

Ahaus.
Die Pfadfinderei ist nichts für Einzelkämpfer – hier geht’s um Teamplay, das Miteinander als eingespielte Truppe. Jan van Dyk (32) war schon als Kind bei den wöchentlichen Gruppenstunden der Pfadfinder, den monatlichen Aktionen oder den regelmäßigen Lagern. „Dort konnte ich sehr viele großartige Erfahrungen sammeln“, so Jan van Dyk, der sich seit 2005 selbst ehrenamtlich beim DPSG (Deutsche Pfadfinderschaft St. Georg) engagiert.

Als Gruppenleiter konnte er jede Altersstufe in den Gruppen erleben. „Hängengeblieben bin ich dann bei der ältesten Gruppe, den 16-21-jährigen Rovern.“ Zwischen 2007 und 2015 war Jan van Dyk im Vorstand der Ahauser Pfadfindern, seit 2014 ist er Bezirksvorsitzender der DPSG im Kreis Borken, außerdem war er zuletzt Mitglied im Jugendhilfeausschuss.

Bei den Pfadfindern erlebt man Zusammenhalt und Gemeinschaft – nicht nur vor Ort, sondern auch auf vielen überregionalen Aktionen wie zum Beispiel beim Bezirkslager. An dieses Kreislager in Ahaus mit über 300 Teilnehmerinnen und Teilnehmern im vergangenen Jahr oder auch an das Diözesanlager 2017 der DPSG Diözese Münster mit über 3.000 Pfadfinderinnen und Pfadfindern erinnert er sich gerne zurück

„Ist doch Ehrensache! Wie Menschen sich für Ahaus engagieren“
„Wo froh Musik erklingt“ – da ist sicherlich Harald Teichert zu finden

Ahaus.
Harald Teichert, Vorsitzender des Polizeichores Hamaland Ahaus, ist Ansprechpartner für den „großen“ Männerchor (mit 65 Sängern) und den „kleinen“ Polizeikinderchor (mit 15 Sängerinnen und Sängern zwischen 5 und 12 Jahren). Die Organisation von Heim-Konzerten oder lokalen und überregionalen Chorreisen gehört zu seinen Aufgaben. „Selbstverständlich mache ich das nicht alles allein – bei diesen Aufgaben, aber auch der Pressearbeit, Chronikführung und Kassenführung lasse ich mich gerne von meinem Vorstandsteam unterstützen – da sind die Aufgaben wortwörtlich auf breiten Schultern verteilt,“ so Harald Teichert.

„Die Arbeit in unserem Team macht unheimlich viel Spaß! Wir versuchen gemeinsam den Männergesang am Leben zu halten. Das wird zunehmend schwieriger. Ich hoffe, dass wir als Chor gut durch die Corona-Krise kommen und bald nicht mehr unter so ungewöhnlichen, aber notwendigen, ganz besonderen Bedingungen proben müssen“, sagt der 60-jährige.

Freude und Begeisterung der Zuhörerinnen und Zuhörer sind ein ganz besonders schöner Lohn für die „Arbeit“ des Chores und bestärken den Polizeichor Hamaland Ahaus darin, weiter zu machen. Mitsingen darf man auch, wenn man nicht bei der Polizei arbeitet – im Chor sind Sänger aus allen Teilen der Gesellschaft vertreten.

Ein besonderes Erlebnis ist Harald Teichert aus seinem Chorleben gerne in Erinnerung: Bei einer Reise zu einem Benefiz-Konzert nach Trier/Saarburg im Jahr 2017 erklomm Chorleiter Jürgen Etzrodt das Keyboard eines jungen Straßenmusikanten, der von einer Violinspielerin begleitet wurde. Aus dem Stehgreif veranstaltete der Polizeichor in der Fußgängerzone von Trier ein kleines Spontankonzert. Der auf dem Boden liegende Geigenkasten füllte sich in kürzester Zeit mit Münzen und Geldscheinen, die der Chor natürlich gern den eigentlichen Musikanten überließ. Mit einem Dankeschön-Musikstück wurde die Reisegruppe des Polizeichores herzlich verabschiedet – und konnte die unterbrochene Stadtführung in Trier fortsetzen.

 

Mit Feuereifer dabei – Markus Neumann ist stellvertretender Löschzugführer in Wüllen

Markus Neumann engagiert sich seit 17 Jahren bei der Freiwilligen Feuerwehr und ist stellvertretender Löschzugführer Wüllen. Gemeinsam mit dem Löschzugführer Christian Kruthoff übernimmt der 37-jährige Verantwortung für die Mitglieder des Löschzugs Wüllen, leitet Einsätze und ist als Ausbilder für den Standort Ahaus auf Kreisebene für die Ausbildung von Freiwilligen Feuerwehrleuten zuständig. „Ich engagiere mich ehrenamtlich in der Feuerwehr, weil es mir großen Spaß macht mit Leuten zusammenzuarbeiten. Bei der Feuerwehr ist jeder Einsatz anders, auch das macht es interessant. In Notlagen zu helfen und dabei Menschen, Tiere, aber auch Sachwerte zu retten, zeigt immer wieder, wie wichtig mein Ehrenamt ist. Das macht auch ein bisschen stolz und zeigt mir, dass die Arbeit einen Sinn hat“, erklärt der zweifache Familienvater seine Motivation zum ehrenamtlichen Engagement.

In der letzten Zeit erinnert er sich besonders gerne an den Spatenstich für das neue Gerätehaus im Januar und auch auf die folgenden, turbulenten Wochen und Monate, in denen die Corona-Pandemie alle extrem gefordert hat. Markus Neumann ist beeindruckt vom großen Zusammenhalt der Mitglieder des Löschzugs Wüllen: „Ich finde es großartig, mit welcher Disziplin unsere Feuerwehrleute – auch die der anderen Löschzüge der Stadt Ahaus – die Maßnahmen zur Bewältigung der Corona- Krise akzeptieren und durchziehen! Das ist nicht selbstverständlich.“