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Beschreibung:
Junges Engagement bezeichnet das freiwillige und meist ehrenamtliche Mitwirken junger Menschen in gesellschaftlichen, sozialen, kulturellen oder politischen Bereichen. Es spielt eine zentrale Rolle für das Leben in einer Stadt, da es nicht nur den Gemeinschaftssinn stärkt, sondern auch frische Ideen, neue Perspektiven und kreative Lösungen für aktuelle Herausforderungen einbringt. Junge Engagierte tragen auch in unserer Stadt Ahaus dazu bei, das Stadtleben lebendig, solidarisch und zukunftsfähig zu gestalten.
Beispiele für ehrenamtliches Engagement junger Menschen:
- Engagement in Umweltgruppen oder bei Clean-up-Aktionen
- Mitwirkung in Schülervertretungen oder Jugendparlamenten
- Hilfe bei Sportvereinen, Musikgruppen oder Kulturprojekten
- Unterstützung bei der Tafel, dem Kleiderladen
- Mithilfe in Seniorenhäusern
- Mitarbeit beim Jugendwerk uvm.
An dieser Stelle soll das Engagement junger Ehrenamtlicher, die sich in der Stadt Ahaus in Vereinen und sonstigen Einrichtungen betätigen, gesondert dargestellt und gewürdigt werden.
Vorstellung des jungen Ahauser Ehrenamts
Merle Nienhaus (25) zeigt, wie wichtig und vielfältig freiwilliges Engagement in Ahaus sein kann. Seit 2018 ist sie bei der Deutschen Pfadfinderschaft Sankt Georg (DPSG) Ahaus im Einsatz und seit 2021 als aktive Leiterin. Für Merle ist das mehr als nur ein Hobby – eine echte „Ehrensache“, die tief in ihrer eigenen Geschichte als Pfadfinderin verwurzelt ist.
Lara Hisker (22) zeigt, wie vielfältig freiwilliges Engagement in Ottenstein sein kann. Seit 2012 ist sie Messdienerin, übernahm 2016 Verantwortung in der Leiterrunde und ist seit 2023 erste Vorsitzende der Messdienergemeinschaft St. Mariä Himmelfahrt Alstätte-Ottenstein. Für sie ist ehrenamtliches Engagement mehr als ein Hobby – es ist ein Weg, Gemeinschaft zu gestalten und Werte weiterzugeben.Ihr Engagement umfasst mehrere Bereiche: In der Messdienergemeinschaft organisiert sie Leiterrunden, plant Aktionen und Messen, erstellt Plakate und verwaltet Anmeldungen. Dabei steht für sie im Vordergrund, dass sich alle wohlfühlen und Projekte reibungslos ablaufen. In der KAB St. Josef Ottenstein setzt sie pädagogische Akzente: Sie leitet die Jugendarbeit, koordiniert Hüttenbauaktionen, betreut Kinder und junge Familien und unterstützt Freiwillige. Auch saisonale Aktionen wie Bastel- oder Familienveranstaltungen gehören zu ihrem Aufgabenbereich.
Neben sozialem Engagement ist Lara politisch aktiv: Seit Dezember 2023 ist sie sachkundige Bürgerin im Jugendhilfeausschuss des Kreises Borken und setzt sich dort für die Interessen der KAB ein. Zudem engagiert sie sich im Vorstand des CDU-Ortsverbandes Ottenstein, organisiert Informationsveranstaltungen und fördert politische Bildung junger Menschen. Für Lara sind soziale und politische Verantwortung eng verbunden – sie sieht darin einen Weg, junge Menschen zu stärken und gegen Diskriminierung, Rassismus und Ungleichheit aktiv zu werden.
Besonders in Erinnerung geblieben ist ihr ein Ausflug der Messdienergemeinschaft nach Efteling in den Niederlanden: Drei Kinder, die sonst keine Chance gehabt hätten, konnten dank ihrer Organisation teilnehmen. Am Ende des Tages strahlten sie und berichteten noch Monate später voller Begeisterung von ihren Erlebnissen.
Lara Hisker macht deutlich, welche Wirkung freiwilliges Engagement haben kann – und wie wichtig es ist, gemeinsam Verantwortung zu übernehmen und Werte weiterzugeben.
Seit seinem 13. Lebensjahr ist Henning Hofmann Mitglied der Jugendfeuerwehr. Mit der Gründung der Jugendfeuerwehr Ahaus 2010 war er stellvertretender Stadtjugendfeuerwehrwart und übernimmt nun seit sechs Jahren den Posten des Stadtjugendfeuerwehrwartes. Seine Aufgaben sind vielfältig. Es sind sowohl administrative Tätigkeiten wie die Pflege der Mitgliederdatei und die Organisation der Neuaufnahmen und der Mitgliederversammlung, als auch die Durchführung von Übungsdiensten oder Ausflügen für die Jugendlichen. Unterstützt wird er dabei von seinen beiden Stellvertretern Florian Zimmer und Michael Damer. „Am meisten Spaß macht mir die aktive Arbeit mit den Jugendlichen bei den Übungsdiensten. Gemeinsam die ersten Grundfertigkeiten der Feuerwehr zu erlernen ist für alle ein tolles Erlebnis und es ist spannend, die Entwicklung der Jugendlichen im Alter zwischen 12 und 18 mitzuerleben“, so Henning Hofmann. Für sein Ehrenamt bringt er viel Freizeit auf – mit der Teilnahme an den 14-tägig stattfindenden Übungsdiensten über organisatorische Treffen bis hin zu Besprechungen auf Stadt- und Kreisebene. „Ich bin mit Freude dabei und es ist mir wichtig, den Jugendlichen die Arbeit der Feuerwehr zu zeigen und daran mitzuarbeiten, dass die Gemeinschaft, Zuverlässigkeit, Respekt und Engagement aktiv gelebt werden“, erklärt der Stadtjugendfeuerwehrwart, der seinen Berufswunsch schon früh kannte und nun an der Feuer- und Rettungswache Ahaus arbeitet.
Als Louisa Wolters angesprochen wurde, ob sie sich vorstellen könne, in Alstätte ein junges Mädchen mit Fluchterfahrung bei Schulangelegenheiten zu unterstützen, war eigentlich sofort klar: Ja, sie will. Nach einem Kennenlernen und einem herzlichen Empfang in der Familie fanden ein- bis zweimal wöchentlich Treffen zwischen ihr und dem Mädchen statt. Neben der Flüchtlingshilfe engagiert sie sich auch für Menschen mit Behinderung. Jeden Samstag findet in Alstätte ein Treff statt, Louisa Wolters ist Teil des Teams und begleitet abwechselnd mit weiteren Ehrenamtlichen die Treffen und verbringt dann Zeit mit den Teilnehmenden. Ihre ehrenamtlichen Aufgaben in den beiden Bereichen sind ganz vielfältig. Manchmal geht es um ganz konkrete Unterstützung wie z.B. Hilfe bei den Hausaufgaben oder die Suche nach fehlenden Möbeln, manchmal ist es einfach nur Zeit, die man gemeinsam verbringt. „Ich finde es schön, wenn man Menschen einen leichteren und schöneren Alltag ermöglichen und andere Kulturen und Persönlichkeiten kennenlernen kann. Ich finde es wichtig, dass es Menschen gibt, die sich einsetzen, denn man selbst könnte auch mal in die Situation kommen und Hilfe gebrauchen. Und auch, wenn ich durch mein Studium nicht ganz so präsent sein kann, unterstütze ich, wo ich kann. Es macht einfach Spaß!“, so Louisa Wolters. Die Studentin der Sozialen Arbeit weiß noch nicht, ob sie zukünftig in den Bereichen ihres Ehrenamtes arbeiten möchte. Eines ist ihr aber schon jetzt klar: „Mit etwas Zeit und Mühe kann man wirklich vielen Menschen helfen und bekommt sehr viel Dankbarkeit geschenkt – das motiviert und macht glücklich!“Zwischen Seepferdchen und Wasserrettung - Katharina Böwing und Luisa Schücker sind in der DLRG aktiv
Katharina Böwing und Luisa Schücker sind wahre Wasserratten mit guter Kondition und viel Know-how. Als Jugendwartin bzw. deren Stellvertretung leiten sie den Jugendvorstand der DLRG Ortsgruppe Ahaus e.V. „Am meisten Spaß macht es uns, Aktionen für die Kinder und Jugendlichen zu planen und umzusetzen. Aber auch das Anfängerschwimmen gehört zu unseren Lieblingsaufgaben im Verein. Es ist immer wieder aufregend zu sehen, welche Fortschritte die Kleinsten im Wasser in kurzer Zeit machen und wie sie mit viel Spaß ihr Seepferdchen erlangen“, so die beiden. Durch ihre Familien bzw. die Mitgliedschaft im Verein sind sie zur ehrenamtlichen Tätigkeit in der DLRG gekommen. Beide sind beruflich in anderen Bereichen tätig, die Arbeit bei der DLRG bietet einen schönen Kontrast zum Berufsleben. „Beim Training oder dem Wasserrettungsdienst können wir vom Berufsalltag abschalten. Das Feedback der Kinder motiviert uns Woche für Woche und sorgt dafür, dass die Arbeit richtig Spaß macht“, so Luisa Schücker und Katharina Böwing. Das freiwillige Engagement bei der DLRG gehört für die jungen Frauen mittlerweile zum Alltag und ist eine Routine geworden, die dank des guten Zusammenhalts unter den anderen Ehrenamtlichen eine Menge Spaß macht. Die DLRG bietet mit den Schwimmtrainings, dem Wasserrettungsdienst und vielen weiteren Angeboten einen großen Pool mit Aufgaben, wo alle die ganz persönlichen Stärken ausleben und sich miteinbringen können. Zahlreiche Fortbildungsmöglichkeiten sorgen dafür, dass es nie langweilig wird im Verein.
Über 40 junge Leute zwischen 14 und 29 Jahren sind Teil des Jugendteams der Kolpingfamilie Wessum. Ihr Gründe für das Engagement sind vielfältig: Mal ist es so etwas wie „Familientradition“, einige haben an Angeboten der Kolpingfamilie teilgenommen, sind so dazugekommen und geblieben, wiederum andere sind Freunde von aktiven Mitgliedern. Bei monatlichen Treffen planen sie gemeinsam ihr jährliches Programm für Kinder und Jugendliche und setzen sich für deren Interessen ein. Open-Air-Kino, Kanutour, Halloween Party oder Kletterwald – die Aktionen, die die Kolpingjugend für andere Kinder organisiert sind vielfältig. Neben ihrem eigenen Programm, helfen sie oft auch bei den Aktivitäten des „großen“ Kolpings wie z.B. beim Dorf bauen, Fahrradrallye oder der Vater-Kind-Tour. Und natürlich kommt auch die eigene Gemeinschaft nicht zu kurz, denn das Motto der Kolpingjugend lautet: Gemeinschaft macht Spaß – Engagement auch! Volle Teilnahmelisten und positives Feedback zeigen, wie erfolgreich das ehrenamtliche Engagement der jungen Leute ist. Alle sind sich einig, dass ihre Freiwilligenarbeit neben den Kontaktmöglichkeiten Einblicke in andere Lebensbereiche ermöglicht, die Sozialkompetenz erweitert und ein Ausgleich zu Alltag oder Berufsarbeit sein. Diese Erfahrungen möchte keiner entbehren.
