Unter dieses Motto stellte die Referentin Angelika Laumann vom Kreislehrgarten in Steinfurt ihren Vortrag. „Genießen Sie Ihren Garten, nehmen Sie die Gartenarbeit als Hobby und Fitnesstraining. Aber lassen Sie sich von der Gartenarbeit nicht kaputtmachen!“, appellierte sie an die Anwesenden.
Vor zahlreichen Interessierten fing sie mit dem ersten Hinweis zum Thema Gartengeräte an: Spaten, Harken und Schüppen gibt es mit unterschiedlichen Stielen und Griffen. Die sollte jeder und jede im Gartenhandel ausprobieren. Auch einige Helfer, die die Gartenarbeit leichter machen, stellte sie vor. Z. B. den Akkuschrauber mit Pflanzbohrer. „Wenn Sie in Ihrem Garten ein paar Pflanzen in die Erde bringen wollen, reicht Ihr kleines Schüppchen. Aber bei uns geht es um Hunderte. Das geht schon in die Gelenke“, so die Expertin.
Ein anderes Thema war der Wasserhaushalt. Auch in unseren Breiten gibt es mittlerweile Trockenzeiten. Beete sollte man dicht bepflanzen und die Zwischenräume mulchen, um die Verdunstung zu vermindern. Ein regelmäßiges Auflockern der Bodenkrume verhindert auch das Austrocknen.
Für viele überraschend, stellte sie ein Projekt aus dem Kreislehrgarten vor: Ein Sand- oder Kiesstaudenbeet, wobei doch Kies- und Schottergärten verpönt sind. Die Sandschicht von 15 bis 20 cm verhindert das Sprießen von Beikräutern. Die Stauden werden in Pflanzlöcher mit Humus eingebracht. Dabei hält die Sandschicht die Feuchtigkeit im Boden. Nach kurzer Zeit ist der Sand von den Stauden überwuchert.
Rasen sollte man nicht gießen. Auch wenn er jetzt braun ist, beim nächsten Regen wird er wieder grün. Besondere Aufmerksamkeit verdienen dagegen Gehölze und Bäume, die bei Trockenheit Stress haben.
Die Zuhörer hatten viele Fragen, die die Gärtnermeisterin kompetent beantworten konnte.
Für weiter Anregungen zum Thema Stauden verwies sie auf die Seite www.bund-deutscher-staudengaertner.de
Zum Thema Rosen gibt es eine kompetente Seite von adr-rosen.
Wer Bäume im Garten pflanzen will, kann sich bei urbanes_gruen informieren. Bäume sind genetisch auf ein Wachstum programmiert. Wenn man sie zurückschneidet, wuchern sie umso mehr. Darum besser vorher sich über Höhe, Krone und Wurzelbildung informieren.
Für den Vortrag bedankten sich Jutta Schulte, Freiwilligenagentur und Sybille Großmann von der Stadt Ahaus.

